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Ableitstrom

Ableitstrom wird häufig auch als Erdableitstrom oder Erdungsfehler bezeichnet und ist eine unbeabsichtigte elektrische Verbindung zwischen einem Strom führenden Leiter und der "Masse". Die Masse ist ein willkürlich festgelegter Punkt, dessen Spannung auf null gesetzt wird. In vielen Fällen ist dieser Punkt der tatsächliche Erd- oder Masseanschluss.

Ein Erdungsfehler-Schutzschalter oder FI-Schutzschalter ist eine Vorrichtung, die dazu dient, den Stromkreis zum Verbraucher zu unterbrechen, wenn ein Fehlerstrom zur Masse einen bestimmten Wert übersteigt. Dieser Wert wird von Carling als Auslösungsableitstrom bezeichnet. und liegt unter der für den Betrieb der Überstrom-Schutzvorrichtung des Versorgungsstromkreises erforderlichen Stromstärke.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Erdungsfehler-Schutzschaltern. Die erste ist für den Personenschutz vorgesehen und muss den Stromkreis daher bereits bei sehr niedrigen Fehlerströmen (ca. 6 mA) unterbrechen. Dieser Schutzschalter erkennt jedes Ungleichgewicht im Stromkreis, das darauf zurückzuführen ist, dass an einem der Leiter des Stromkreises ein Erdableitstrom vorhanden ist, am anderen hingegen nicht. Sobald der Erdungsfehler erkannt wird, löst eine angeschlossene Überstrom-Schutzvorrichtung aus und öffnet den fehlerhaften Stromkreis.

Die zweite Art des Erdungsfehler-Schutzschalters ist für den Geräteschutz vorgesehen. Diese Ableitstrom-Schutzvorrichtung funktioniert im Prinzip genauso wie die erste Schutzschalterart, löst jedoch erst bei Werten über 6 mA aus.